Abschied Fr. Fißer
Bewegender Tag des Abschieds
Feierstunden für Elke Fißer-Grabowski
Als Elke Fißer- Grabowski am 28.01.2010 um 7.10 Uhr von Lehrerkollegen zu Hause in Deuten abgeholt wurde, ahnte die scheidende Schulleiterin der ErichKlausenerSchule bereits, welch bewegender Tag des Abschieds in den Ruhestand vor ihr liegen würde.
Und so floss so manche Träne bei Lehrern, Schülern und natürlich bei der langjährigen Chefin der Realschule selbst. Denn Elke FißerGrabowski verließ nicht nur ihren Arbeitsplatz, die Schule war für sie mehr als das. Wenn sie zwischendurch vom Wohnort Deuten mal zum Schulzentrum an der Pliesterbecker Straße musste, verabschiedete sie sich von ihrem Mann oftmals mit den Worten: „ Ich fahre mal eben kurz nach Hause“ , gestand sie den Gästen der gestrigen Feierstunde.
Eigentlich waren es aber gleich mehrere Feierstunden. Über den Eingang des Schulgebäudes hatte das Kollegium zum Empfang den Schriftzug „ Elkes WellnessOase“ gehängt, um der Schulleiterin dann ein zweistündiges Unterhaltungsprogramm zu widmen. Ganz offiziell, mit geladenen Gästen und musikalischen Ständchen von Schülern, ging es anschließend im Medienraum der Schule weiter. Und dort würdigte man eine Pädagogin, die ein „ ausgeprägtes
Harmoniebedürfnis“ besaß, wie Kollege Willi Schrader in seiner kurzweiligen, mit vielen Anekdoten gespickten Rede betonte. „Dass die Realschule so gut dasteht, dass alle Ehemaligen nur gut über ihre alte Schule reden, ist ihr Verdienst.“
Elke FißerGrabowski sei auch „ privat immer eine gute Ansprechpartnerin für die Eltern gewesen“ , betonten Vertreterinnen von Förderverein und Schulpflegschaft – und auch Christel Briefs, die stellvertretende Bürgermeisterin, und Alfred Josefs, Dezernent bei der Bezirksregierung, hoben das Engagement der Schulleiterin hervor. „ Sie werden auch weiterhin eine besondere Rolle in der Schule einnehmen,und das finde ich schön“ , sagte Alfred Josefs.
Schlechtes Gewissen
Die so Geehrte erklärte, „ das Drehbuch ihres künftigen Lebens noch nicht so genau zu kennen“ und erläuterte, wer die Hauptrollen in ihrem schulischen Leben gespielt haben: „ Meine Schüler.“ Dass sie die baldige Renovierung der Schule nicht mehr aktiv erlebt, bedauerte Elke Fißer Grabowski ein wenig, äußerte gegenüber Konrektor Rainer Kuntze aber ein „ schlechtes Gewissen, weil ich Ihnen so viel Arbeit hinterlasse“
(Dorstener Zeitung vom 28.01.2010)

