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Dauerlauf statt Deutsch

Die Schüler der Erich-Klausener-Realschule kamen beim Sponsorenlauf ins Schwitzen

Dauerlauf statt Deutsch, Schweiß statt Mathe: Der Stundenplan an der Erich Klausener Realschule (EKS) sah am Dienstagvormittag etwas anders als gewohnt aus.

Ab 8.30 Uhr liefen die Schüler – gestaffelt nach Altersgruppen – für ihren Sponsorenlauf Runde für Runde um das Schulgelände – ihr ständiger Begleiter: die Sonne. „Wir hatten vorab gezittert, ob das Wetter mitspielt“, freute sich Rainer Kuntze, kommissarischer Leiter der Schule, über das Kaiserwetter. Bei seinen Schülern sorgte die Wärme hingegen für die ein oder andere Ausfallerscheinung: Manch einer zog es vor, im Schritttempo die Strecke zu absolvieren. Schummeln war aber nicht drin: Die Streckenposten sorgten dafür, dass fußlahme Schüler keine Abkürzung nahmen.

Im Vorfeld hatten die EKS Schüler Sponsoren im Verwandten und Bekanntenkreis motiviert, eine bestimmte Summe pro Runde locker zu machen. Deswegen hieß es am Dienstag: Jede Runde bedeutet Bares. Das erlaufene Geld kommt zu einem Teil der Ausstattung der Schule zu Gute. Zum anderen Teil wird es für ein Hilfsprojekt verwendet: Der Dorstener Arzt Yao Amengor sorgt dafür, dass ein  Kindergarten in Ghana mit sanitären Anlagen ausgestattet wird.

Den guten Zweck kombinierten die Schüler und Lehrer mit einem abwechslungsreichen Programm auf dem Schulhof. Bis 12 Uhr drehte sich hier alles um Dosenwerfen, Seilchenspringen, Sackhüpfen, Spiel und Spaß. Danach ging’s für die Siegerehrung in die Turnhalle. Wie viel Geld der Sponsorenlauf eingebracht hat, wird erst in den nächsten Tagen bekannt gegeben.

Artikel aus der Dorstener Zeitung vom 06.07.2011

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Finanzspritze für Ghana


Dr. Yao Amengor initiierte eine Spendenaktion für sein Geburtsland

 

Seit fast 32 Jahren lebt Dr. Yao Amengor nun schon in Dorsten. Doch sein Herz schlägt immer noch für sein Heimatland Ghana. Deswegen engagiert er sich in dem kleinen afrikanischen Dorf Frankadua für die Erziehung und Ausbildung der Kinder. Seine Patienten und andere Dorstener helfen ihm dabei.

Frankadua zählt einige hundert Einwohner und liegt zwischen der Voltaund der sogenannten Eastern Region. „Mein Vater war dort Schulleiter“, erzählt Yao Amengor, der im wenige Kilometer entfernt gelegenen Nachbardorf Peki aufgewachsen ist. Irgendwann – „den genauen Zeitpunkt weiß ich nicht mehr“ – entschloss sich der in Dorsten niedergelassene Facharzt für Allgemeinmedizin, gemeinsam mit Ehefrau Esther dem armem Dorf in Ghana zu helfen. „Ich kenne die Not der Menschen dort, weiß von den ärmlichen Verhältnissen, in denen sie leben“, berichtet Amengor, der mindestens einmal im Jahr nach Ghana reist. Außerdem sorgt sein vertrauenswürdiger Freund vor Ort dafür, dass alle Anstrengungen in den richtigen Weg münden.

90 Prozent der Häuser sind aus Lehm gebaut und mit Schilf gedeckt. Die meisten Männer sind Kleinbauern und ernähren mit ihrer Arbeit ihre Familien mehr schlecht als recht. „Als ich die Grundschule besuchte, bemerkte ich, dass die Lehrer weder richtige Stühle noch Tische besaßen, und es zudem an Lehrmaterial mangelte“, startete Amengor spontan seine eigeninitiierte Spendenaktion. „Am Ende eines Jahres habe ich immer privat das Doppelte von dem drauf gelegt, was meine Patienten gespendet haben.“ Das reichte, um die Schulmöbel in der Tischlerei des Nachbardorfes von Frankadua in Auftrag zu geben und Lehrbücher sowie andere Materialien zu beschaffen.

Kaum war die Lieferung untergroßem Jubel der Dorfbevölkerung eingetroffen, offenbarte sich der nächste Notstand: „Im Kindergarten hockten die Kleinen auf dem nackten Lehmboden“, sammelte Amengor fortan für das Folgeprojekt „Kinderstühle“. Schon bald konnten die Kinder 25 kleine Tische und 50 kleine Stühle in ihrem Kindergarten aufstellen. Wie geschockt waren sie dann, als ein heftiger Sturm ihr aus Lehm gebautes Domizil mit einem Streich hinwegfegte.

„Das Inventar konnte vorher noch in der Kirche untergestellt und gerettet werden“, reifte in dem Deutsch Afrikaner die nächste Spendenaktion heran: „Das Dorf brauchte einen neuen, stabilen Kindergarten.“ Stein auf Stein wuchs aus dem lehmigen Boden das neue Gebäude mit zwei Räumen für die Kinder, einem für die Betreuer. Auch Toiletten mit Waschbecken zum Händewaschen wurden eingerichtet. „Hygiene ist ein wichtiges Thema in Afrika“, weiß Amengor. Mittlerweile sind die Kinder schon in ihren neuen Kindergarten eingezogen, während den Spender aus Dorsten noch andere Probleme beschäftigen: „Wie können wir das Gebäude mit Strom und fließendem Wasser versorgen?“ Ein Freund wusste Rat und entwarf eine solarbetriebene Anlage, die diese notwendige Arbeit problemlos verrichten kann.

Die Finanzierung dieser Aktion ist das aktuelle Projekt, für das Yao Amengor zurzeit Gelder locker macht. Die Dorstener helfen ihm dabei. Auch die Erich Klausener Realschule: Sie veranstaltet am kommenden Dienstag (5.7.) mit allen Klassen einen Sponsorenlauf, dessen Erlös erstmalig für das GhanaProjekt von Yao Amengor bestimmt ist. Anke KlapsingReich

Artikel aus der Dorstener Zeitung vom 29.06.2011

 

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Für Ghana immer rund ums Gebäude

Sponsorenlauf an der Erich-Klausener-Schule: Wasserversorgung fördern und Ausstattung verbessern.

 

„Die ganze Schule ist unterwegs“ versicherte Rainer Kuntze, kommissarischer Rektor der Erich-Klausener- Schule gestern: Beim Sponsorenlauf machten alle Kinder und Jugendlichen mit, als erste gingen die Jüngsten an den Start.

Hintergrund der Benefizaktion: Damit möchte die Schule ein Projekt des Dorstener Arztes Dr. Amengor in Ghana unterstützen und zugleich die Ausstattung der eigenen Schule verbessern. Nach dem abgeschlossenen Brasilien-Projekt suchte die Schulgemeinde nach einer neuen caritativen Aufgabe, erläuterte Rosemarie Hartmann- Kruse, Vorsitzende des Fördervereins. Amengor, der den Schülern die Lage im sehr armen Dorf Frankadua erläuterte, vermittelte das neue Projekt. Der Sponsorenlauf soll helfen, eine neue Trinkwasserversorgung aufzubauen.

Familie, Freunde oder Verwandte gewannen die Schüler als Sponsoren. 45 und 60 Minuten hatten Kinder und Jugendliche Zeit, um möglichst viele Runden um Sporthalle und Schule zu drehen. Manche legten hohen sportlichen Ehrgeiz an den Tag. Und: „Jede Klasse bietet irgendetwas an.“ Dosenwerfen, Fußball und ein Fitness-Training gehörten dazu. Das alles verlieh dem Tag ein bisschen Schulfest-Charakter, aber die Bewegung und die Hilfsprojekte standen klar im Vordergrund. Kuntze: „Spaß machen soll es schließlich auch.“ Wichtig ist den Akteuren, dass ihr Ghana-Projekt langfristig und nachhaltig wirkt und mit Dr. Amengor haben sie dafür einen sehr zuverlässigen Partner gewonnen.

 

Zeitungsartikel aus der WAZ vom 06.07.2011


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Das Schwitzen hat sich gelohnt

Beim Sponsorenlauf der Erich-Klausener-Realschule sind bis jetzt ca. 4464 Euro erlaufen worden.

 

Eine Teilsumme ist bestimmt für das Projekt Ghana: Der Dorstener Arzt Yao Amengor sorgt dafür, dass ein Kindergarten in Ghana mit sanitären Anlagen ausgestattet wird.

Am Mittwoch, den 20.07.2011 überreichten ihm die Schülerinnen und Schüler einen Scheck in Höhe von 2200 Euro. Dr. Amengor bedankte sich bei allen Spendern und versprach, sich vor Ort persönlich um die Realisation des Projektes zu kümmern und später den Schülerinnen und Schülern davon zu berichten.

Über die Verwendung der Restsumme, die der Schule zugutekommen soll, wird von allen Beteiligten erst nach den Ferien entschieden.

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Hier noch einige Impressionen vom gelungenen Sponsorenlauf 2011.